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making of: photobombing cats

katzen sind einerseits oft scheu, andererseits aber auch endlos neugierig. da machen auch die katzen im viewbrations-studio keine ausnahme. entsprechend oft überwinden auch 3 von 4 der hiesigen katzen während eines shootings ihre scheu vor den unbekannten menschen und dem blitzlicht in ihrem zuhause und inspizieren das set inklusive model gerne einmal - wohlgemerkt ungeachtet der tatsache, dass sie damit den workflow mitunter empfindlich stören. so hat etwa tobi beim shooting mit Nathalie Zetto die sonst ihm zugedachte sitzbank wieder zurückhaben wollen: 

dieses sogenannte photobombing beherrscht auch "La Divinissima" bonnie gut: beim shooting mit Nadine Maier nutzte sie bei einer nasenachpuderpause nicht nur die gelegenheit, sich auf dem weißen hintergrundkarton umzusehen und auch gleich in szene zu setzen, sondern brachte nach einiger zeit auch noch ein wenig beute für uns vorbei - zum glück nur ein stück glitschigen schachtelhalms aus dem fischteich. während diese vegane beute unabgelichtet blieb, wurde die posing-sequenz bonnies im bild festgehalten:

Bonniela diva. schummelt sich auch gerne ins set, wenn das model gerade die nase gepudert kriegt, und posiert dann wie wild...

schließlich und endlich hat auch kater freddy schon seiner neugierde bei einem fotoshooting freien lauf gelassen. als Makeup Artist Anja Heintschel für fotos für ihre website bei mir vor der kamera stand, nutzte auch er die gelegenheit während einer nachschminkpause, sich einmal auf dem kurzzeitig verwaisten portraitstuhl umzusehen. klar, dass ich da abgedrückt habe:

Freddystudiokater, sanfter riese, sommer-dauerfreigänger und winter-langschläfer.

und auch tobi wurde noch einmal erwischt: er hatte keine lust mehr, sich die makeup-phase beim shooting mit Rina Oestringer anzusehen und legte auf dem fußboden ein nickerchen ein - im idealen licht... 

die einzige, die sich bisher noch nicht in großer szene per kamera hat erwischen lassen ist frollein - sie ist so scheu, dass sie nur sehr selten während shootings zu sehen ist. fremde menschen sind ihr unheimlich, da bleibt sie lieber in ihrem korb / karton / faltkleiderschrank. aber ich bin mir sicher: irgendwann wird auch sie ein shooting haben... 

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making of: das korsett aus "caged in beauty"

manchmal muss man als fotograf auch mal anders handwerklich tätig werden, wenn man ein bild im kopf hat. zum beispiel bei diesem thema, das voraussetzte, dass überhaupt ein korsett vorhanden ist, das die bildidee unterstreicht.

also hieß es erst einmal geeignetes material zu finden. das komplette teil ist selbst gebaut, verwendet wurde als basis zunächst ein teil aus der sportbekleidung: ein brustharnisch aus dem fechtsport wurde besorgt und mit leder bezogen. das leder gab es günstig als restbestand aus der möbelproduktion. ;-)

der vorteil am brustharnisch: er ist leicht genug, aber auch solide, um daran so manches zu befestigen. entsprechend konnte stahlband aus dem baumarkt problemlos aufgenietet werden:

das eine bildthema "eingesperrt sein" wird durch noch zu ergänzende teile gut dargestellt, der andere inhalt "wehrhaft" sollte aber auch noch zum zuge kommen - zimmermannsnägel (ebenfalls aus dem baumarkt) taten hier ihren dienst. diese nägel wurden von innen durch den brustharnisch nach außen gestochen. das gute an dem kunststoffteil: unterhalb der brust-ausformungen waren bereits löcher im kunststoff vorgesehen, vermutlich zur besseren belüftung während des fechtens.

ergänzend wurden am unteren rand des brustharnischs auch löcher durch leder und kunststoff gestanzt und mit metallösen versehen - hier wurden später die lederschnüre zur fixierung des unteren korsett-teils durchgezogen. dieser unterteil besteht sowohl aus lederstreifen als auch aus metallbändern, an denen wiederum mit blindnieten, gewindestangen und muttern weitere elemente befestigt wurden.

nach einigen weiteren an- und umbauten näherte sich das korsett schließlich nach rund 20 stunden arbeit der vollendung. die auf der folgenden abbildung zu sehende kinnschale (schwarz) wurde aus optischen gründen wieder entfernt - es blieb schließlich nur bei der "kinnschraube".

dass das teil relativ unbequem sein würde, war mir von vorneherein bewusst - dennoch gelang es model Ewah Gee mit hilfe einer freundin, innerhalb von knapp 10 minuten in das korsett zu schlüpfen. es waren per schrauben und einstellen der fixierenden lederschnüre noch kleinere anpassungsarbeiten nötig, doch am ende saß das korsett perfekt am model. zudem schien ihr das teil nicht allzu viel auszumachen, trotz 2 stunden in diesem stahl- und lederkäfig war sie bester dinge - als lohn für ihre leiden durfte sie das korsett im anschluss an das shooting behalten. ;-)

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